In der traditionellen Heilkunde Chinas werden die Symptome eines Patienten nicht isoliert, sondern in ihrem Bezug auf den Menschen und sein Umfeld betrachtet. Die östliche Denkweise ist auf einem System aufgebaut, das für die Menschen aus unserem Kulturkreis anfänglich etwas fremd anklingen mag. Grundlegend sind hierfür das Prinzip des Yin und Yang, die Theorie der fünf Elemente und die Lehre der Meridiane.

Die Kommunikation zwischen den Organen und der Körperoberfläche geschieht über die Meridiane. In diesen Energieleitbahnen fliesst die Lebensenergie Qi. In der chinesischen Medizin wird versucht, mit Hilfe von Zungen- und Pulsdiagnostik sowie ausführlichen Gesprächen ein umfassendes Bild des Patienten zu erhalten. Die Störungen des Qi-Flusses sollen erkannt, und mit spezifischen Behandlungsmethoden soll die körpereigene Regulation angeregt und gegebenenfalls wiederhergestellt werden.